Zecken-weg-Cremé - Natürlicher Schutz aus deiner Küche

Damit wir draußen unbeschwert unterwegs sein können, mache ich für meine Familie diese einfache Schutzcreme selbst. Ganz ohne Chemie, aber mit gutem Gefühl – weil ich weiß, was drin ist: nur Natürliches.

 

Das brauchst du:

60 g Kokosöl

90 g Sheabutter

3–6 Tropfen ätherisches Öl (ich verwende Lavendel, Zitroneneukalyptus, Rosmarin, Thymian

gesamt ca. 8-10 Tropfen

 

So geht's:

Kokosöl und Sheabutter im Glasgefäß in einem kleinen Topf im Wasserbad bei niedriger Hitze langsam schmelzen – nur so viel Wärme wie nötig. Wenn alles flüssig ist, die ätherischen Öle einrühren. Dann in ein sauberes Gläschen oder Tigel füllen und für etwa zwei Stunden in den Kühlschrank stellen – danach ist deine Zeckencreme einsatzbereit.

 

Anwendung:

Vor dem Spaziergang oder dem Aufenthalt im Grünen einfach auf die Haut auftragen – besonders an Beinen, Armen und am Hals, also überall dort, wo Zecken gern zubeißen. Nach längerer Zeit draußen kannst du die Creme einfach nochmals auftragen.

Mein Tipp:

Die Creme duftet angenehm, pflegt gleichzeitig deine Haut und ist bei uns ein fester Bestandteil im Sommerrucksack – ob beim Wandern, im Garten oder auf Wiesenabenteuern.


Gänseblümchensalbe

 

Gänseblümchen-Balsam – nährend & regenerierend

Wenn die zarten Gänseblümchenköpfchen sich im Morgenlicht öffnen, schenken sie uns nicht nur Frühlingsfreude, sondern auch wohltuende Heilkräfte. In der Volksheilkunde begleiten sie uns seit Jahrhunderten – als stille Helfer bei kleinen Wunden, rissiger Haut oder einfach dann, wenn unsere Haut ein bisschen Zuwendung braucht.

 

Ihre Kraft steckt in:

✨ Flavonoiden – sie wirken antioxidativ und entzündungshemmend

✨ Saponinen – sie fördern die Wundheilung

✨ Gerbstoffen – sie stärken die Haut sanft und nachhaltig

 

 

So zauberst du deinen eigenen Balsam:

Eine kleine Handvoll frischer Gänseblümchen klein schneiden und in 50–100 g eines milden Basisöls (z. B. Mandelöl) geben.

Im Wasserbad 3–4 Stunden ganz sanft erwärmen – das Öl nimmt in dieser Zeit die Sonnenkraft der Blüten auf.

Anschließend das Öl abseihen und mit 10 % Bienenwachs schmelzen.

Wenn alles geschmolzen ist, vom Wasserbad nehmen. Optional ein paar Minuten abkühlen lassen und dann 1–3 Tropfen ätherisches Lavendelöl einrühren.

Die flüssige Mischung in kleine Döschen füllen – und geduldig fest werden lassen und zum Schluss beschriften.

 

Anwendung:

Dieser zarte Balsam liebt spröde Lippen, raue Hände und gestresste Hautstellen – auch bei kleinen Aufschürfungen ist er ein zuverlässiger Begleiter.

 

💫 Impuls für dich:

Mit jedem Rühren, jeder Blüte und jedem Tropfen Pflege rührst du auch ein Stück Achtsamkeit in deinen Alltag – für dich, für dein Wohlbefinden, für das Wunder Natur.


Bittertropfen aus Löwenzahn

Entdeckt mit mir die verborgene Kraft der Bitterstoffe in eurer Ernährung. Diese natürlichen Helfer regen die Speichel- und Gallenproduktion an, fördern die Fettverdauung und können sogar Heißhunger auf Süßes zähmen. Ein gesunder Darm dank Bitterstoffen stärkt unser Immunsystem und steigert die Lebensfreude. Diesen Frühling rückt der Löwenzahn ins Rampenlicht – perfekt für heilsame Bittertropfen und aromatische Wildkräutersalate. Jetzt ist die ideale Zeit, um mit der Ernte zu beginnen. 

 


Hagebuttenpulver

 

Selbstgemachtes Hagebuttenpulver – Ein vitaminreicher Boost für deinen Alltag!

Wenn der Herbst seine ersten Zeichen zeigt, fängt auch die Zeit der Hagebutten-Ernte an. Von September bis in den Winter hinein sind diese kleinen roten Früchte bereit, gepflückt zu werden.

 

Tipp: Wenn du sie vor dem ersten Frost erntest, steck sie mal für 48 Stunden ins Gefrierfach. Du wirst merken, dass dadurch der Zuckergehalt in den Früchten steigt und sie einen mild-süßlichen Geschmack bekommen.

 

Herstellung deines eigenen Hagebuttenpulvers:

Beginne damit, die Hagebutten längs aufzuschneiden und sie gründlich von ihren Kernen, Blüten- und Stielansätzen zu befreien. Danach gib ihnen eine kurze Dusche, um die Juckhärchen loszuwerden.

Breite das Fruchtfleisch danach auf einem Tuch aus und lass es für rund 48 Stunden trocknen.

Wenn das erledigt ist, nimm einen leistungsstarken Mixer oder Pürierstab und zerkleinere die Hagebutten. Lass diese Stückchen dann nochmals gut durchtrocknen, bevor du sie in ein beschriftetes Schraubglas füllst. Stelle

 


Pechsalbe

Von der Skepsis zur Begeisterung

 

Pechsalbe, trotz ihres Namens, bringt tatsächlich Glück und Heilung.

Zugegeben, lange Zeit stand ich dem Gedanken, selbst Pechsalbe herzustellen, skeptisch gegenüber. Die Vorstellung, mit dem klebrigen Harz zu hantieren, schien mir für meine Küche eher ungeeignet. Doch während meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin wurde ich eines Besseren belehrt. Gemeinsam tauchten wir in die Welt der Salbenherstellung ein und ich entdeckte das Potenzial dieser natürlichen Heilmittel.


 

Die Heilkraft der Pechsalbe

Pechsalbe, hergestellt aus dem Harz von Fichten, Tannen oder Kiefern, ist reich an ätherischen Ölen und besitzt vielfältige heilende Eigenschaften. Sie wirkt entzündungshemmend, keimtötend, schmerzstillend und fördert die Wundheilung – ein wahres Spektrum an Wirkungen. Das Rezept ist simpel: Das Harz wird in Öl geschmolzen und mit Bienenwachs zu einer Salbe verarbeitet. Trotz der klebrigen Herausforderung überzeugte mich das Endprodukt – eine tolle Salbe für die Hausapotheke, frei von künstlichen Inhaltsstoffen und mit einem herrlich waldigen Duft.

 

Naturschätze vor der Haustür

Der entscheidende Moment für mich war jedoch, als ich direkt vor meiner Haustür das benötigte Harz fand. Dieser Zufall führte mir vor Augen, wie die Natur uns mit allem versorgt, was wir brauchen – man muss nur genau hinsehen. Beim Sammeln des Harzes gilt, wie auch bei Wildkräutern, der Grundsatz: Nur nehmen, was die Natur freiwillig gibt, ohne den Bäumen Schaden zuzufügen. Sammelt mit Bedacht und bitte nur so viel, wie ihr tatsächlich benötigt.

 

Räucherwerk aus dem Wald: Das Harz heimischer Nadelbäume

Neben seiner heilenden Wirkung in Salben, offenbart das Harz heimischer Nadelbäume auch seine magischen Qualitäten als Grundlage für Räuchermischungen. Die aromatischen Düfte des Fichten-, Tannen- oder Kiefernharzes können eine beruhigende und klärende Atmosphäre schaffen und uns tiefer mit der Natur verbinden. Wichtig ist dabei, dass das Harz vor der Verwendung gut getrocknet ist. Auch beim Sammeln des Harzes für Räucherzwecke gilt es, achtsam vorzugehen: Es sollte stets nur so viel Harz entnommen werden, wie man selbst wirklich benötigt, um die Natur zu respektieren und ihre Gaben wertzuschätzen.

Diese Praxis des bewussten Sammelns und Anwendens stärkt nicht nur unsere Verbindung zur Natur, sondern fördert auch ein nachhaltiges Miteinander mit den Schätzen, die uns die Wälder bieten.

 

Was ihr braucht:

40 ml gutes Olivenöl

15 g feines Baumharz, am liebsten von Fichte, Tanne, Kiefer oder Lärche

5 g reines Bienenwachs

Einen kleinen Topf und etwas Wasser für das Wasserbad

Zwei saubere Braunglas Gläser

 

So geht's:

Zuerst das Baumharz: Gebt es in eines der Schraubgläser zusammen mit dem Olivenöl. Das Ganze dann im Wasserbad bei sanften 60° C erwärmen, bis das Harz sich vollständig aufgelöst hat. (das kann bis zu 2 Stunden dauern!) Hin und wieder umrühren, damit sich alles gut löst.

Lasst die Mischung dann bei niedriger Temperatur etwa 30 Minuten ziehen. So kann das Harz seine heilenden Kräfte ins Öl abgeben.

Danach die Harz-Öl-Mischung durch ein feines Sieb oder Mulltuch in ein zweites Glas filtern, damit kleine Holz- oder Rindenstückchen hängen bleiben – keine Sorge, das ist ganz normal. 

Jetzt kommt das Bienenwachs dazu. Alles zurück ins Wasserbad, bis das Wachs sich geschmolzen ist und eine homogene Masse entsteht.

Zum Schluss die warme Salbe in desinfizierte Tiegel füllen und gut abkühlen lassen, bevor ihr die Gläser verschließt.

Dunkel und kühl gelagert, begleitet euch die Pechsalbe dann bis zu zwei Jahre mit ihrer heilenden Wirkung.


Bitte beachten:

Alles, was ich hier teile, basiert auf meinen Erfahrungen und dem Wissen aus der Volksheilkunde. Es ist kein Ersatz für den Gang zum Arzt. Bei Unsicherheiten oder Fragen, sprecht am besten vorher mit einem Fachmann oder einer Fachfrau.



Beinwellsalbe

Beinwell, dessen Name bereits das Zusammenwachsen suggeriert, ist ein Segen für Knochen und Gelenke und zeigt besonders bei Knochenbrüchen oder Prellungen seine heilende Wirkung. Ich bereite aus den Wurzeln eine Salbe, die in keiner Hausapotheke fehlen sollte.

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Ringelblumensalbe - Medizin aus der Natur

 

Wusstet ihr, dass die Blüten der Ringelblume sich nur bei Sonnenaufgang öffnen und so auf Regen hinweisen?

Sie ist eine sonnenliebende Pflanze, die nicht nur als Heilkraut, sondern auch kulinarisch verwendet werden kann.

Die jungen Blätter haben einen würzigen Geschmack und die leuchtend gelben Blütenblätter bringen Farbe in Salate, Brotaufstrich und Kräuterbutter. 

Die Ringelblume gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen.

Ihre Inhaltsstoffe wirken wundheilend, entzündungshemmend und antiseptisch. In meiner Hausapotheke ist die Ringelblumensalbe unersetzlich.

Wir nutzen sie bei kleinen Wunden, Verbrennungen, Ekzemen und mehr. 

 

Mit Bitterstoffen, Carotinoiden und Flavonoiden ist die Ringelblume eine wahre Naturapotheke. Wenn ihr Ringelblumen im Garten habt, erntet die Blüten für Ringelblumenöl oder Tinktur und trocknet sie für Tee oder eine spätere Verarbeitung.

 

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Johanniskraut

Bekannt für seine beruhigenden und stimmungsaufhellenden Eigenschaften, wird es oft zu Tee oder Öl verarbeitet.

Aus Johanniskraut kann man recht einfach einen Ölauszug (Dieser wird aufgrund seiner charakteristischen Farbe auch als Rotöl bezeichnet.) oder eine Tinktur herstellen. 

Rotöl

 

So gehst du vor:

Ernte das blühende Johanniskraut an einem sonnigen warmen Tag um die Mittagszeit. (das obere Drittel der Pflanze). Nimm ein hochwertiges Pflanzenöl (ich verwende ein sehr gutes Olivenöl)

Du brauchst ein Schraubglas mit Deckel und etwas Geduld.

Die Blüten und Blätter vom Stängel streifen und in das vorbereitete sterilisierte Schraubglas locker füllen (nicht stopfen). Mit Öl aufgießen bis alle Pflanzenteile komplett bedeckt sind. An einem warmen und sonnigen Ort aufstellen und ungefähr 6 Wochen ziehen lassen, ab und an das Glas schwenken. Das rot verfärbte Öl abseihen, in ein dunkles Apothekerfläschchen füllen und dunkel lagern.

Anwendungsgebiete

• Verbrennungen

• Muskel- und Gelenkschmerzen

• Nervenschmerzen

• Wunden

• Entzündungen

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Johanniskraut-Tinktur

 

Eine Johanniskraut-Tinktur kann bei seelischen Problemen wie Depressionen, Schlafproblemen, Ängsten, Unruhe und Panik helfen. 

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